Es ist Nacht. Meeresrauschen. Auf einer Dachterrasse die Kunst-Szene von Hongkong. Ein Mann mit Honig „geteert“, mit Daunen „gefedert“. Er scheint zu glühen. Zu entstehen im Flackern des Fackellichts. Die Botschaft ist meditativ und einschneidend: Verwandlung und Befreiung. Werden. Alte Schichten und Hüllen abstreifen. Begeistert, ergriffen, auch betroffen die 100 Gäste. Ein Redakteur schreibt vom „Birdman of Hongkong“. Nun ist er geboren. Nimmt den Künstlernamen an.

Mit der Heiterkeit der Vogelmalerei kontrastieren oft die Performances. Für die Bühnenproduktion „Birds“ erhielt Hans Langner 1997 den Förderpreis der Stadt Hongkong vom Arts Development Council. Ab 1997 avancieren Hans Langners monatliche Performances vom Geheimtipp zum Muss. Sind klar, einfach, zentriert. Stets der Transformation vom Mann zum Vogel, vom Vogel zum Mann verpflichtet.

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Langners Performances sind aus einem Guss. Text, Kostüm, Gesang, Interpretation. Eine komplette One-Man-Show. Hintergrund: der Spontaneitätsgedanke des Improvisationstheaters. Das Thema umkreist den Vogel. Und der braucht Gestaltungsfreiraum.

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Foto links © Steven Black

"Künstlername und Motiv bekam ich 1997 von den Chinesen in Hongkong
geschenkt. Sie sind mir im wahrsten Sinne zugeflogen."